Natürliche Ernährung
Natürlich
Fütterung mit Fleisch! Wer kennt das heute noch?
Kaum jemand erinnert sich noch an die Tage, als der Hund oder die Katze nicht mit industriell hergestelltenDosen oder Trockenfuttern versorgt wurde. Eigentlich kein Wunder - seit einigen Jahrzehnten wird uns mit hübschen, netten Werbespots und zauberhaften jungen Damen in ganzseitigen, emotional gestalteten Anzeigen weisgemacht, dass Hunde und Katzen ohne Dosen oder anderer Fertignahrung nicht existieren können.
Der Wolf ist unumstritten Stammvater des heutigen Hundes. Seit einigen tausend Jahren wurde durch züchterische, also menschliche Eingriffe das äußere Erscheinungsbild (Pekinese oder Deutsche Dogge) verändert und besondere Fähigkeiten (Schutz-, Hüte-, Jagd- und Sofahund) herausgebildet.
Wölfisch geblieben ist allerdings der Verdauungsapparat und größtenteils das instinktive Verhalten des Hundes. Aus der Sicht des Menschen bestand ganz einfach keine Notwendigkeit dies zu verändern. Wie der Hund gehört auch die rückliegt, zu der Gruppe der Karnivoren, also der Fleischfresser.
Schauen Sie sich einfach das Gebiss Ihres Lieblings an - das sagt mehr als tausend Worte. Damit stehteindeutig fest:
Hund und Katze benötigen als Grundnahrung rohes Fleisch.
Fleisch ist die Grundlage einer artgerechten, natürlichen und damit gesunden Ernährung, die allerdings zur Abrundung um einen pflanzlichen Anteil ergänzt werden sollte. Hierfür eignen sich besonders schonend hergestellte Getreideflocken, die schnell und einfach mit dem Fleisch zu einer wertvollen Mahlzeit vermischt werden können. Statt dieser Getreideflocken kann selbstverständlich auch alternativ gekochter Reis etc. verwendet werden. Gegen Obst oder ein Eigelb mit zerstoßener Schale ist nichts einzuwenden. Diese weitestgehend natürliche Ernährungsform ist Garant für ein gesundes, langes und zufriedenes Leben Ihres Hundes oder Ihrer Katze. In wenigen Ausnahmen, z.B. einer Erkrankung, kann eine andere Ernährung erforderlich sein.
ZITAT / Der Hund - ein Fleischfresser
"...Der Hund stammt vom Wolf ab, seine Domestikation liegt über zehntausend Jahre zurück - eine geringe Zeitspanne im Verlauf der Evolution, in der sich die anatomisch-physiologischen Besonderheiten einer Spezies herausbilden. Wenn auch äußere Gestalt und Erscheinungsbild des Hundes sich gegenüber seinem Stammvater nachhaltig veränderten, so blieben die wesentlichen artbestimmenden physiologischen Eigenschaften (insbesondere die des Verdauungs-
kanals) in der relativ kurzen Spanne seit seiner Domestikation fast unberührt. Der Hund ist also, wie sein Vorfahr, der Wolf, ein Vertreter aus der Ordnung der Karnivoren, der Fleischfresser.."
Quelle: "Ernährung des Hundes" 3. neubearbeitete Auflage geschrieben von: Prof. Dr. Dr. h. c. Helmut Meyer, der von 1968 - 1993 das Institut für Tierernährung
an der Tierärztlichen Hochschule Hannover leitete und Priv. Doz. Dr. Jürgen Zentek.












